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Wohnungssuche

Wieviele Türknäufe gibt es in meiner neuen Stadt? Wieviele Handschuhe, wieviele Kronkorken, wieviele Blumenvasen? Wer sammelt Schneekugeln, wer geht nach der Arbeit zu Fuß nach hause, wer macht vorher lieber noch Sport? Haben alle täglich etwas zu lachen? Wie oft wird geweint und um was? Fährt die U-Bahn in den Tunneln verrückte Schleifen und keiner merkt es? Wir haben es gemerkt, weil wir auf Wohnungssuche waren und daher U-Bahn fuhren, Linie U8 vom Hermannsplatz zum Alexanderplatz. Plötzlich gabe es einen Stromausfall und weil unsere Bahn gerade einen Looping fuhr, fielen wir mitsamt den Waggons nach unten. Glück hatten wir, dass es ein sehr kleiner Looping war, daher fielen wir nicht tief und keiner brach sich etwas. Alle Passagiere krabbelten schnell aus den Waggons und gemeinsam schafften wir es, die Bahn umzudrehen. Wir atmeten alle schon auf und lachten gerade vor Erleichterung noch ein wenig bevor wir die Bahn wieder auf die Schienen stellen wollten, als der Boden unter uns nachgab und wir weiter abwärts fielen. Wir rieselten mit Erde und Bahn ein Stockwerk tiefer und fielen in einen unterirdischen See. Wir hatten wieder Glück, dass die Waggons nicht untergingen, sondern schwammen wie ein paar Badeentchen und das Ufer war auch gar nicht weit. Wir kletterten auf die Wagondächer und indem wir unsere Koffer und Taschen als Paddel benutzten, erreichten wir das Ufer in sehr kurzer Zeit. Freundlicherweise erwartete uns dort schon ein Schäfer, der eine Herde schwarzer Schafe hütete. Die waren ganz besonders stark und an die Waggons gebunden erwiesen sie sich als vorzügliche Zugtiere. So fuhren wir denn durch einen Tunnel, kamen an einigen sehr merkwürdigen Geschöpfen vorbei, sahen in einer Verschnaufspause einem Erdhockeyspiel zu und durchquerten zum Schluß Alexanders Wohnzimmer, in dem übrigens ein sehr hübsches Sofa stand. Danach hielten wir an, spannten die schwarzen Schafe ab und stapelten die Waggons in einen Lastenaufzug, der gerade groß genug hierfür war. Die Fahrt nach oben verging im Handumdrehen, die Waggons stellten sich wie von selbst auf die Gleise der Haltestelle Alexanderplatz. Niemand bemerkte irgendetwas ungewöhnliches. Wir verabschiedeten uns per Handschlag von unseren Mitreisenden und machten uns auf den Weg, um unsere neue Wohnnung in Augenschein zu nehmen. Auf der Fahrt dorthin geschah nichts weiter Bemerkenswertes. Unsere Wohnung ist groß und hell und schön und in der Nähe gibt es zwei U-Bahn-Haltestellen. U8.
17.9.10 08:50
 


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