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Hundflug

Ich war gestern recht lange unterwegs. Eigentlich fliege ich nicht so gern, weil es da oben doch relativ kalt ist und meine Start-Technik noch sehr zu wünschen übrig lässt. Andererseits ist es doch der einfachste, schnellste und auch sicherste Weg, um von einem Ort zum anderen zu gelangen. Allerdings war dem gestern nicht ganz so.
Ich hatte ganz vergessen, dass der 11. September war und daher die allgemeine Aufmerksamkeit doch sehr auf den Verkehr im Luftraum gerichtet ist. Ich musste dringend zu einer Freundin, die zur Zeit an einer unbekannten Krankheit leidet, die sie dazu bringt nach jedem Satz die Augen zu verdrehen und "is ja ätzend" zu sagen. Ich wollte sie besuchen und mal schauen, ob da nicht irgendetwas zu machen ist.
Ich nahm also Anlauf, wobei ich mich langsam nach vorne kippte, um in die Waagerechte zu gelangen und in die Höhe zu gleiten. Meißtens schaffe ich das erst beim vierten, fünften Versuch und hoffe dabei, dass niemand mich beobachtet. Gestern schaffte ich es beim zweiten Mal. Ich glitt also in die Höhe und wäre dabei fast mit dem Hund der Nachbarn zusammengerasselt, der sich wieder einmal heimlich aufwärts davongeschlichen hatte. Er hatte Angst, ich würde ihn verpfeifen, daher heftete er sich an meine Fersen und so flogen wir gemeinsam, er an meiner Ferse. Ich hätte mir denken können, dass wir auffallen würden, wir sahen aus wie eine ungestalte Luftraupe, daher fing man uns ab, zwei Angehörige der Luftfahrtbehörde schossen vor uns auf wie Raketen. Vor Schreck lies der Nachbarshund meine Ferse los und vergaß dabei, in der Luft zu bleiben. Er fiel wie ein Felsen und weil ich ihn nicht aufprallen lassen wollte, schoß ich hinterher um ihn aufzufangen. Das machte mich noch verdächtiger und nachdem ich den Hund auf der Erde abgesetzt hatte, verhafteten mich die Angehörigen der Luftfahrtbehörde und ich musste sie begleiten. Wir fuhren mit dem Auto zum Poilzeipräsidium. Dort musste ich Rede und Antwort stehen, beweisen, dass es die Krankheit meiner Freundin wirklich gibt, wobei mir auch ein Heilmittel einfiel, und erklären, wieso ich überhaupt schon flog, obwohl meine Start-Künste noch so unterragend schlecht sind. Das war mir einigermaßen peinlich, und zuerst wollten sie meinen Flugschein einziehen, aber ich versprach, vor dem nächsten Flug meine Starts zu üben, dann ließen sie mich gehen.
Das ganze hatte ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen, daher hatte meine Freundin, als ich endlich bei ihr eingetroffen war, schon sehr viele Menschen zur Weißglut getrieben und ich traf sie in ihrer Wohnung sehr verzweifelt vor einem Haufen zerstörter Einrichtungsgegenstände an. Ich heilte sie schnell und begann mit den Aufräumarbeiten. Sie telefonierte mit ihren Freunden, um sich zu entschuldigen.
Jetzt fällt es mir nochmal so schwer wegzuziehen. Die Stadt hat natürlich noch einige weitere Superhelden, die auch besser fliegen können als ich, dennoch bin ich mir nicht sicher, ob die auch Krankheiten heilen können. Ich hoffe, Der Luftraum zwischen der neuen und der alten Stadt ist nicht so kalt.
12.9.10 13:53
 


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